Verfahren

Was ist ein Landschaftsplan (LP)?

Der Landschaftsplan stellt die örtlichen Erfordernisse und Maßnahmen zur Verwirklichung der Ziele und Grundsätze des Naturschutzes und der Landschaftspflege gemäß § 1 und 2 BNatSchG dar und dient der besonderen Vorbereitung oder Ergänzung der Bauleitplanung.

Der Landschaftsplan ist eine Naturschutz-Fachplanung ohne eigene Rechtsverbindlichkeit. Er hat nur empfehlenden Charakter. Inhalte des Landschaftsplanes werden erst rechtsverbindlich, wenn sie – nach Abwägung mit anderen Belangen – in den Flächennutzungsplan bzw. in Bebauungspläne übernommen werden.

Der Landschaftsplan besteht aus einem Textteil mit erläuternden Textkarten und einem Plan im Maßstab des Flächennutzungsplanes Er enthält Darstellungen des gegenwärtigen Zustands von Natur und Landschaft, des angestrebten Zustandes von Natur und Landschaft und den hierfür erforderlichen Maßnahmen. Insbesondere sind hier zu nennen:

  • Maßnahmen zur Erhaltung und Entwicklung von Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur und Landschaft für naturbezogene Erholung und Naturerleben,
  • Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung der Biotope sowie der Pflanzen- und Tierwelt,
  • Maßnahmen zum Schutz und zur regeneration von Böden, Gewässern, Klima und Luft

Wie kann der Landschaftsplan umgesetzt werden?

Der wichtigste Weg ist die Integration in den Flächennutzungsplan und in Bebauungspläne. Darüber hinaus kann die Kommune die Inhalte des Landschaftsplans ihren Stellungnahmen zu Planungen und Maßnahmen anderer Planungsträger (Straßenbau, Wasserwirtschaft etc.) zugrunde legen. Die Kommune kann außerdem Geschützte Landschaftsbestandteile ausweisen, Maßnahmenvorschläge bei der Verpachtung eigener Grundstücke berücksichtigen oder selbst Maßnahmen durchführen wie z.B. die Pflege und Entwicklung von Biotopen, die Verbesserung vorhandener Grünflächen und naturbezogener Erholungsgebiete, die Anlage neuer und Verbesserung vorhandener Fuß- und Radwege, die Pflanzung heimischer Bäume und Sträucher und vieles andere mehr. Aber auch Naturschutzverbände, Bürgerinitiativen und Privatpersonen können durch viele Maßnahmen zur Umsetzung des Landschaftsplanes beitragen.

 

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